Post aus meiner Küche die Zweite – oder „was lange währt, wird richtig gut“

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Der Aufruf zur dritten Post aus meiner Küche Runde ist nun schon etwas länger her. Eigentlich dachte ich, dass ich wegen meines Urlaubs nicht dran teilnehmen kann, aber die lieben PAMK-Mädels haben mir eine Tauschpartnerin gesucht, die nicht nur das gleiche Problem hatte wie ich, sondern dessen Blog ich schon seit längerer Zeit sehr gern verfolge – Jasmin von elbmadame. Und das Beste: Jasmin ist Hamburgerin, so dass es selbstverständlich war, dass wir die Übergabe nicht unseren Postboten überlassen, sondern selbst in die Hand nehmen.

Und so bin ich gestern mit meinem Picknick-Tütchen in der Hand vom Büro aus Richtung Coffeeshop gelaufen und war ein bisschen aufgeregt wie beim ersten Date. 😉 Zum Glück fiel uns noch ein paar Minuten vorher ein zu klären woran wir uns erkennen. Also wusste ich sofort als mir eine rote Hose und eine rote Tasche entgegenlief, dass das super nette Lächeln nur Jasmin gehören kann. Die Sorge was wäre, wenn wir uns nichts zu sagen haben und der Becher Kaffee kaum enden mag, war gleich nach den ersten Minuten begraben. Es war so ein super Abend, bei dem der Tausch unserer Küchenpost in den Hintergrund trat und wir irgendwann vom putzfreudigen Barista herauskomplementiert wurden. Zum Glück nachdem wir uns ausgiebig über die Mitbringsel des anderen gefreut haben.

Mein Picknick-Tütchen für Jasmin stand unter dem Motto „Oriental Picnic“ und enthalten war Muhammara – eine pikante Paprika-Walnusspaste –, kleine orientalische Fladenbrote und knusprig-scharfe Kichererbsen. Verpackt hatte ich alles ziemlich unorientalisch in rosa. Mädchen halt … 😉

Die Rezepte will ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Das Kichererbsenrezept habe bei vanillakitchen entdeckt. Das Muhammara-Rezept ist von chaosqueen.

Von Jasmin habe ich unheimlich leckere Dinkelstangen mit getrockneten Tomaten und eine Honig-Senf-Vinaigrette bekommen. Beides super süß dekoriert. Die Dinkelstangen mit transparenter bestempelter Banderole und das Fläschchen auch mit einem bestempelten Anhänger. Ich glaube, ich brauche auch dringend mehr von solchen Sachen. 🙂

Mein Abendbrot war nach unserem schönen Treffen also gerettet. Ein bisschen frische Butter, etwas vom Rest der Parika-Walnuss-Paste, ein Gläschen Rotwein und ich habe den Abend entspannt ausklingen lassen.

Heute Abend musste ich unbedingt die Vinaigrette probieren und habe mir dazu schnell einen Feldsalat mit Feigen, Ziegenkäse und Walnüssen gemacht. Absolut empfehlenswert! Für die Rezepte müsst Ihr Euch vertrauenvoll an Jasmin wenden, was ich garantiert auch noch machen werde.

Wie schön, dass die Zeit bis zur Nächsten PAMK-Runde jetzt nur noch sehr kurz ist. Ich freue mich jetzt schon!

Liebste Grüße

Kathi

Mini-Mohn-Gugl mit Eierlikör – oder „Süße Sonntags Sünde“

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Dieses Wochenende habe ich mir gleich zwei lang ersehnte Wünsche erfüllt. Gestern beim Einkaufen lief mir reiiiin zufällig die Gugl-Form-mit-Backbuch-Packung über den Weg. Sie ist Pink, sie ist alles andere als unnütz und ich wollte sie schon immer haben. Und da es ja gefühlt immer einen Grund gibt, sich etwas zu gönnen, wanderte sie schneller als ich schauen konnte in meinen Einkaufswagen. Neben den zwei Packungen Whiskas hatte ich sicher farblich den perfektesten Mädchen-Einkauf weit und breit. 🙂

Aber nicht dass Ihr denkt, dass meine zweite Wunscherfüllung aus zwei Packungen Whiskas-Futter besteht. So schlimm ist mein Mädchen-Farben-Faible dann doch nicht. Ich bin seit längerer Zeit schon auf der Suche nach einer schönen Etagere. Der hin und wieder wache Igel in meiner Tasche piekst bei den ganzen neuen hübschen Dingern aber schon kräftig in meine Hand, so dass ich bislang etagerenlos blieb.

Heute war mal wieder ein richtig schöner Flomarkt-Sonntag. Erst waren wir in Bergedorf in der Fachhochschule und haben NÜSCHT gefunden. Ach nee, stimmt nicht. Ein richtig olles Buch mit vergilbten Seiten zum Basteln für 1€. Aber außer einer „die in hübsch“-Etagere war nichts zu holen. Also ging es weiter Richtung Heimat auf den nächsten Flomarkt, wo wir noch schnell durch die letzten im Abbau begriffenen Stände huschten. Und da stand sie! MEINE Etagere. Ich war sofort verliebt! Sie sollte es sein. Sie und keine andere. Aber beim Preis von 30€ biss besagter Igel mal wieder zu und wir gingen in Richtung Auto. Wer mich kennt, weiß, dass Entscheidungsfreude nicht unbedingt eine meiner Stärken ist. Aber wenn ich mich verliebt habe … Hach! Ich gucke also meinen Tischdecker an und überlege laut „Und wenn ich nochmal hingehe und frage, ob er sie mir für 20€ gibt?“ Wir also wieder hin zum Stand, der nette, dicke Mann wollte aber trotz wildem Geplinzel und leicht feuchten Augen nicht auf mein Angebot eingehen. Da ich aber gut betteln kann, haben wir uns auf 25€ geeinigt und mein Tischdecker drückte mir noch 5€ in die Hand und meinte „Siehst Du, so hast Du sie doch für 20 bekommen.“ 🙂 Und das ist das gute Stück:

Ich bin schwer verliebt! Und das Beste: Die kleinen Gugl-Schweinereien passen perfekt drauf. Was für ein Tag! Das Rezept für die Mohn-Gugl habe ich übrigens bei Clausa Things gefunden. Ursprünglich ist es aus Danis Klitzekleinem Backbuch, das ganz oben auf meinem Geburtstags-Wunschzettel steht.

Das braucht Ihr für 24 Mini-Gugl:

110 g Butter + Butter zum Ausfetten
90 g Puderzucker
1 Vanilleschote
45 g Mehl + etwas für die Form
90 g Weizengrieß
2 Eier (Zimmertemperatur)
2 EL Eierlikör
1 Prise Salz
1/2 Zitrone (Saft und Schalenabrieb)
35 g gemahlener Mohn (ich habe den Mohn im Mörser gemahlen)

Und so geht’s:

Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und den Puderzucker einrühren, bis alles verbunden ist und beiseite stellen.

Mehl und Weizengrieß mit den Eiern verrühren, die Buttermischung dazugeben. Die Vanilleschote auskratzen und mit Mohn, Zitronensaft und -schale, Salz und Eierlikör drunterrühren.

Den Backofen auf 210° vorheizen. Die Gugl-Form am Besten mit einem Pinsel gründlich ausbuttern. Etwas Mehl in die Förmchen geben und über der Spüle wieder ausschütteln.

Da ich keinen Spritzbeutel habe, habe ich den Teig in einen Gefrierbeutel gefüllt, eine Spitze abgeschnitten und den Teig so in die Förmchen gefüllt. Die Gugl für 15 Minuten bei 210° backen, etwas auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.

Ich hätte am Liebsten gleich eine zweite Sorte gebacken. In dem beiliegenden Büchlein sind so leckere Rezepte. Die nächsten Sonntage sind gesichert!

Einen schönen Sonntag noch.

Kathi

Zimtschnecken – oder „Süße Sonntags Sünde“

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Brrrr … ist das ungemütlich draußen!!! Nachdem gestern stundenlanger Dauerregen vom Himmel fiel und heute unser spontaner Flomarktbummel ziemlich enttäuschend ausfiel, war eindeutig Zeit zum Backen. In Anbetracht der fallenden Blätter und Temperaturen war uns mal wieder nach warmen und fluffigen Zimtschnecken.  Normalerweise ist Hefeteig ja gar nichts meins, aber für Zimtschnecken mache ich da genau diese eine Ausnahme.

Wenn die Teilchen im Ofen sind und im ganzen Haus herrlichen Duft verströmen, macht sich gleich Ungeduld und ein breites Lächeln im Gesicht breit. Soo lecker! Perfekt um den Sonntag Nachmittag mit der gestern verpassten, aber aufgenommenen ersten Folge von „Wetten dass …“ mit Markus Lanz zu verbringen und festzustellen, dass er das echt gut macht.

Das braucht Ihr für 2 Bleche:

100 g Butter
500 ml Milch
50 g frische Hefe
1/2 TL Salz
120 g Zucker
1 TL gemahlener Kardamom
800 g Mehl (550er oder 405er)
100 g geschmolzene Butter, zimmerwarm
80 g Zucker
2 EL gemahlener Zimt
1 Ei
Hagelzucker zum Bestreuen

Und so geht’s:

Die Butter in einem Topf zerlassen, die Milch zugeben und auf ca. 37° erwärmen. Da ich kein Thermometer habe, mache ich die Fingerprobe.

Die Hefe in eine große Schüssel bröckeln, etwas von der warmen Milchmischung zugeben, abdecken und die Hefe auflösen lassen. Die restliche Milch, Salz, Zucker, Kardamom und das Mehl zugeben und erst mit den Knethaken zu einem Teig verarbeiten. Dann mit den Händen auf einer bemehlten Arbeitsfläche so lange weiter kneten, bis der Teig seidig glatt ist und nicht mehr klebt. Eventuell muss noch Mehl zugefügt werden. Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen bis er doppelt so groß ist. Ich stelle ihn immer bei ca. 30° in den Ofen bei Ober-/Unterhitze.

Den Teig portionsweise ausrollen, mit der zimmerwarmen geschmolzenen Butter bestreichen und mit der Zimt-und-Zucker-Mischung ordentlich bestreuen. Den Teig aufrollen und mit einem scharfen Messer ca. 1 bis 2 cm dicke Scheiben abschneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes setzen.

Den Ofen auf 250° hochheizen und in der Zwischenzeit die Schnecken etwas ruhen lassen und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Dann mit Hagelzucker bestreuen und auf der mittleren Schiene für 5 bis 10 Minuten backen.

Die Schnecke lassen sich übrigens super einfrieren und portionsweise auftauen. Wenn man sie im Ofen aufbackt, schmecken sie fast wie frisch gebacken.

Ich muss heute mal nicht mehr in die Küche. Denn heute bin ich mal wieder dran mit Tischdecken, denn mein Tischdecker kocht gerade das weltbeste Chili con Carne. ❤

Einen schönen Sonntag Euch!

Kathi

Erdnuss Cookies – oder „Süße Sonntags Sünde“

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Erwähnte ich schon mal, dass ich Kekse liiiiebe? Also, ich könnte sterben für Kekse. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen einem Stück Kuchen und Keksen, ich würde mich für Kekse entscheiden. Dummerweise esse ich sie so gern, dass ich einfach nicht aufhören kann. Nix von wegen Keks-Sperre oder so. Da geht immer noch einer rein. 😉 Das wäre bei diesen oberleckeren Erdnuss-Cookies aber echt fatal. Ich sage nur „Butter, Erdnussbutter, Erdnüsse und Zucker“. Oh weh …

Der große Vor-, aber irgendwie auch Nachteil an Keksen ist ja, dass man länger was von ihnen hat. So ein Kuchen ist nach spätestens zwei Tagen weg oder eingefroren. Kekse bleiben einfach in der Dose und man kann immer wieder einen naschen. Wenn da nicht das „Ich kann nicht aufhören“-Problem wäre. Gut also, dass mein Tischdecker nach einem Wochenende auf der Wiesn schon auf dem Weg nach Hause ist und nachher mitfuttern muss. Und dass ich im Büro liebe Kollegen habe, die sich immer über mitgebrachtes Süßes freuen. 🙂

Da ich dieses Wochenende allein zu Hause verbracht habe und mich auch noch leicht angeschlagen fühle, war mir gar nicht nach Kuchen backen. Für wen? Für mich allein? Nö! Aber Kekse gehen immer. Da kann man sich gerade allein mal zwischendurch einen gönnen. 🙂 Das Rezept hat sich in der LECKER Bakery schnell gefunden und war mindestens genau so schnell gemacht. Und schwupps, steht dem Geknusper nichts mehr im Weg. Außer dem schlechten Gewissen …

Das braucht Ihr für 2 Bleche:

125 g weiche Butter
100 g weiche crèmige Erdnussbutter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
200 g Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver
100 g geröstete und gesalzene Erdnüsse

Und so geht’s:

Den Backofen auf 180° Umluft vorheizen (150° erschien mir etwas zu wenig …) und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Butter mit der Erdnussbutter und dem Vanillezucker crèmig rühren. Das Ei unterrühren. Mehl und Backpulver hinzugeben und zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Die Erdnüsse unterheben.

Mit einem Teelöffel kleine Portionen abstechen und mit den Händen zu Kugeln formen, auf das Backblech setzen und etwas flach drücken. Achtet auf ausreichend Abstand. Die Dinger gehen auf!

Die Cookies ca. 10 bis 15 Minuten backen bis sie außen goldgelb und innen noch etwas weich sind. Meine waren ein paar Minute zu lange drin. Aus dem Ofen holen und abkühlen lassen.

Ich habe noch eine Sache auf dem Herzen. Ich bekomme immer öfter von lieben Menschen Awards für meinen Blog verliehen. Das freut mich unheimlich! Zum einen, weil ich mit der Zeit immer mehr Leser begrüßen kann, denen meine Rezepte und Fotos gefallen, so dass ich den Blog nicht nur für mich schreibe. Zum anderen freue ich mich, dass es in der Bloggerwelt Menschen gibt, die beim Weiterreichen eines Awards an mich und meinen Blog denken. Damit hätte ich zu Beginn nie gerechnet. Aber nun kommt das Aber … Ich habe beim ersten Award vor einiger Zeit lange drüber nachgedacht, was ich damit machen möchte. Und ich hoffe damit niemandem auf den Schlips zu treten, aber ich würde meinen Blog gern „Award-frei“ halten. Ich freue mich wirklich jedes Mal darüber, aber es tut mir im Gegenzug auch leid, dass ich die Verleihung nicht veröffentliche und auch nichts weiterreiche. Ich hoffe, mir ist niemand böse und Ihr besucht mich weiterhin? 🙂

Liebste Grüße und noch einen schönen Sonntag

Kathi

Apfeltarte mit Marzipan und Quitte – oder „Süße Sonntags Sünde“

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Als ich heute morgen aufgewacht bin, dachte ich komischerweise „Toll, heute kann ich endlich wieder backen!“ 🙂 Das wäre mir vor ein paar Monaten definitiv niemals passiert. Da wäre eher ein „Mist! Mal sehen welche Katastrophe heute auf meinen Backofen einbricht“ Vater des Gedanken gewesen. Aber nach zwei Wochen Abstinenz habe ich mich wirklich so richtig auf die süße Sonntags Sünde gefreut.

In der LECKER Bakery habe ich mir ein absolutes Easy Peasy Rezept ausgesucht und mich mit knackigen Holsteiner Cox‘ eingedeckt. Wie gut, dass bei schönstem Spätsommerwetter die Äpfel auch noch oberlecker sind. Dass dann auch noch unsere lieben Nachbarn anriefen und nach dem Umzug zur Hausbesichtigung einluden, passte perfekt. Kuchen, Sekt, Sonne, nette Freunde um sich … Ein toller Nachmittag. 🙂

Der Kuchen war so lecker, dass es keine viertel Stunde dauerte, bis er weg war. Meine Freundin hat ihn sich auch gleich zum Geburtstag gewünscht. So ein Glück, dass er so leicht und schnell zu machen ist. Da kann sie gleich zwei bekommen!

Das braucht Ihr für 12 Stücke:

200 g kalte Marzipanrohmasse (ab in Kühlschrank damit!)
200 g Schmand
2 säuerliche Äpfel (ich habe Holsteiner Cox genommen)
Saft einer halben Zitrone
1 Rolle frischen Blätterteig (270 g – der aus dem Kühlregal, nicht TK)
etwas Mehl für die Arbeitsfläche
2 EL brauner Zucker
100 Quittengelee


Und so geht’s:

Backofen auf 200° Umluft vorheizen. Das Marzipan auf einer Reibe grob raspeln und mit dem Schmand gründlich verquirlen.

Die Äpfel waschen und das Kerngehäuse herausstechen. Die Äpfel mit einem scharfen Messer in feine Scheiben schneiden. Ich dachte dass das mit einem Goumethobel geht. Geht nicht! Die Äpfel sofort mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Blätterteig ausrollen, das Papier entfernen und auf einer leicht bemehlten Fläche noch etwas dünner ausrollen. Den Teig auf das Blech legen, die Ränder etwas einrollen und mit einer Gabel einige Male einstechen. Mit der Marzipan-Schmand-Masse gleichmäßig bestreichen und mit den Äpfeln belegen. Mit dem braunen Zucker besträuen und bei 200° 15 bis 20 Minuten backen.

Das Quittengelee vorsichtig erwärmen, so dass es flüssig wird. Die Tarte aus dem Ofen holen und noch heiß mit dem Gelee bestreichen. Gut auskühlen lassen.

Ein kleiner Dank geht heute an meine liebe Nachbarin Angela, die mir mit ihrem Apfelstecher ausgeholfen hat. Ich hatte so ein Ding auch mal, habe es nach Jahren der Missachtung letztens weggeworfen und heute stand ich nun ohne da. Gut, wenn man gut ausgestattete Nachbarn hat! 😀

Liebste Grüße und Euch noch einen schönen Sonntag Abend

Kathi

Scharfer gebackener Kürbis – oder „Willkommen im Herbst“

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Ich bin wieder daaaaaa! Nach einer wundervollen Woche Urlaub auf Sylt mit viel Sonnenschein, Wind und extrem guten Essen melde ich mich nun wieder zurück. Ich bin zwar schon seit Sonntag wieder zu Hause und habe auch diese Woche noch Urlaub, aber wir sind in den letzten Tagen so viel unterwegs gewesen, dass ich weder Zeit zum Kochen geschweige denn zum Bloggen hatte.

Kaum bin ich wieder zurück hat hier auch schon der Herbst spürbar Einzug gehalten. Und damit ich ihn auch in meiner Küche willkommen heiße, gab es heute mein herbstliches alltime favourite Kürbis-Rezept. Eigentlich war ich 31 Jahre lang der festen Überzeugung Kürbis maximal in Form von Suppe und dann auch nur in homöopathischen Dosen zu mögen, aber im letzten Jahr habe ich mich eines besseren belehren lassen und bin nun der Kürbissucht verfallen. Vom einen Extrem ins andere. Typisch … 😉 Mittlerweile mag ich ihn wirklich in allen möglichen Formen, aber diese schmeckt mir ganz besonders gut. Gebackener Kürbis aus dem Ofen – chööön charrrf!

Das braucht Ihr für 3 bis 4 Personen als Beilage:

1 Hokkaido Kürbis
1 TL Fenchelsamen
2 TL Koriandersamen
2 getrocknete Chilischoten
1 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer (ganz)
1 Knoblauchzehe
1/2 TL Oregano
ca. 4 EL Olivenöl

Und so geht’s:

Den Kürbis waschen, trockentupfen, halbieren und die Kerne am Besten mit einem Grapefruitlöffel auskratzen. Den Kürbis in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Den Backofen auf 200° Umluft vorheizen.

Fenchel, Koriandersamen, Pfeffer, Salz, Chilischoten und Oregano in einem Mörser gründlich zerstoßen. Die Knoblauchzehe grob hacken, mit in den Mörser geben und so lange mörsern bis eine gleichmäßige Paste entstanden ist.

Die Gewürzmischung aus dem Mörser kratzen, mit dem Olivenöl verrühren und den Kürbis dazugeben und so gründlich vermengen, dass alles mit der Gewürzmischung überzogen ist. Ich mache das immer in einer großen Tupperschüssel, mache den Deckel drauf und schüttel die Schüssel ordentlich durch. Wichtig ist nur, dass sie auslaufsicher ist.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Kürbis darauf verteilen und im heißen Ofen ca. 20 Minuten backen bis der Kürbis weich ist.

Ich mache dazu gern einen Dip mit Ziegen- oder Blauschimmelkäse und Quark. Wenn ich allein bin, esse ich den Kürbis mit dem Dip allein, wenn mein Tischdecker mitisst, gibt es ein Stück Fleisch dazu. Heute zum Beispiel eine schöne Karbonade, die so groß war, dass sie nicht auf den Foto-Teller passte. 😉

Was sind denn Eure liebsten Kürbisrezepte? Könnt Ihr irgendwas besonders empfehlen? Zwei Orte weiter wartet ja schon ein riiiiiiiiesiges Kürbisfeld auf mich. Und da kann ich Tips immer gut gebrauchen.

Liebste Grüße

Kathi

Flammkuchen mit Birne, Saint Agur und Walnuss-Krokant – oder „einfacher geht’s kaum“

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Normalerweise kommt mir ja wirklich nichts, aber auch gar nichts fertiges über die Türschwelle. Keine Backmischung, keine Salatdressings, kein Tiefkühlessen. Aber nun muss ich doch etwas beichten. Ich habe fertigen Flammkuchenteig entdeckt, gekauft und heute endlich ausprobiert. Und da ich heute mal wieder einen gemütlichen Abend allein zu Hause verbringe, könnt Ihr vielleicht erraten, was ich noch aus dem Kühlschrank geholt habe, um den Flammkuchen zu belegen. Blauschimmelkäse, Walnüsse und für die Süße reife Birnen. Damit es noch ein bissch knuspert, habe ich noch Wanüsse karamelisiert.

Tja, was soll ich sagen? Lecker, lecker, lecker! Und der Teig ist wirklich super. Perfekt für einen Freitag Abend. Packung auf, ausrollen, belegen, ab in den Ofen, rausholen, kurz über das schlechte Licht für Fotos an einem Spätsommer-Abend ärgern, Gläschen Rotwein einschenken und genießen. Das mache ich wieder 🙂

Das braucht Ihr für 2 Personen:

1 Rolle fertigen Flammkuchenteig aus dem Kühlregal
2 gehäufte Esslöffel Crème fraîche
1 1/2 reife Birnen
Saint Agur nach Geschmack
1 große Hand voll Walnusskerne
1 EL Butter
2 EL brauner Zucker
frischer Rosmarin

Und so geht’s:

Den Ofen auf 220° vorheizen. Den Flammkuchenteig mit dem Backpapier auf einem Backblech ausrollen. Mit Crème fraîche bestreichen, etwas salzen und pfeffern.

Die Birnen waschen, abtrocknen, vierteln, das Kerngehäuse rausschneiden und in blätterige Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen. Den Saint Agur in Flöckchen schneiden und drüber verteilen. Etwas frischen Rosmarin drüber geben und ca. 15 Minuten im heißen Ofen backen bis der Flammkuchen knusprig ist.

In der Zwischenzeit Butter und braunen Zucker in einer kleinen beschichteten Pfanne schmelzen. Die Walnüsse grob hacken, dazugeben, gut mit dem Karamell vermengen, auf ein Backpapier geben und auskühlen lassen.

Den Flammkuchen aus dem Ofen holen, mit einem Pizzaschneider in Stücke schneiden und mit dem Walnuss-Krokant bestreuen.

Ich habe dazu einen Shiraz getrunken. 🙂

Ich muss jetzt schnell die nächste Wäsche anstellen. Morgen muss ich Koffer packen, denn am Sonntag früh geht es nach  Sylt. 🙂 Daher verabschiede ich mich jetzt in den Urlaub!

Liebste Grüße

Kathi

Kirsch-Schmand-Kuchen – oder „Süße Sonntags Sünde“

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Heute hing meine süße Sonntags Sünde wirklich am seidenen Faden. Und das nicht etwa, weil ich etwas falsches eingekauft oder ein Rezept mal wieder nur zur Hälfte gelesen habe. Ich hätte ihr fast Hitzefrei verpasst. Bei circa 35°, prallem Sonnenschein und wenig Wind habe ich den halben Vormittag hin und her überlegt. Backofen an? Backofen aus? Backofen an? Backofen aus? Irgendwann habe ich einfach Butter, Mehl, Eier und Zucker rausgekramt und mich ans Werk gemacht. Denn ein Sonntag ohne süße Sünde ist ja schon fast undenkbar. 😉

Glücklicherweise habe ich mir ein super schnelles und einfaches Rezept aus der „alten“ LECKER Bakery ausgesucht, so dass mit meinem überhitzten Hirn kaum Fauxpas passieren konnten. Aber bei 35° im Schatten ist es schon eine Kunst für sich eiskalte Butter auch als solche zu verarbeiten. Raus aus’m Kühlschrank und schwupps war sie alles andere als fest. Aber neiiiiiin, ich will mich auf keinen Fall beschweren. Das Wetter ist einfach traumhaft. Aber daran denken morgen wieder arbeiten zu müssen mag ich gar nicht. 😦

Der Kirsch-Schmand-Kuchen ist wirklich super sommertauglich. Beim nächsten Mal würde ich aber etwas mehr Kirschen nehmen. Aber mir können es auch nie genug sein. Doppelt so gut schmeckt er bei dem Wetter gut gekühlt.

Das braucht Ihr:

300 g Mehl + etwas zum Ausrollen
200 g kalte Butter + etwas zum Ausfetten der Form
100 g + 100 g Zucker
Salz
5 Eier
4 EL eiskaltes Wasser
1 Glas Sauerkirschen (ca. 700 ml)
250 g Schmand
200 g Schlagsahne
1/2 TL Vanillepulver
2 EL Speisestärke
etwas Puderzucker

Und so geht’s:

200 g kalte Butter in Stückchen, 300 g Mehl, 100 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Ei und eiskaltes Wasser mit Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Den Mürbeteig in Folie wickeln und eine Stunde kalt stellen.

Die Kirschen in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen. Ich fange den Saft immer auf und mache mir dann Kirschschorle draus. 🙂

Den Backofen auf 160° Umluft vorheizen. Eine Springform gut mit Butter fetten. Circa 2/3 des Mürbeteigs auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in die Springform legen. Den restlichen Teig in circa 3 cm breite Streifen rollen und als Rand gleichmäßig in die Form drücken.

Die abgetropften Kirschn gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Schmand, Sahne, 4 Eier, 100 g Zucker, Speisestärke und Vanillepulver verrühren und auf den Kirschen verteilen. Übrigens haben die normalen Schmandbecher nur 200 g Inhalt, so dass ich die fehlenden 50 g einfach mit Quark aufgefüllt habe. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen eine Stunde backen bis er goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.

Ich fand den Kuchen wirklich lecker, aber meine Mama hat ein Rezept für einen Kirsch-Quark-Kuchen mit Streuseln und ich glaube, den finde ich noch ein bisschen besser 🙂 Das Rezept verrate ich Euch auch bald.

Liebste Grüße und noch einen entspannten Sonntag-Abend!

Kathi

Feldsalat mit Saint Agur, karamellisierten Walnüssen und Äpfeln – oder „Kathi allein zu Hause“

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Dass es diesen Salat gab ist schon ein zwei Tage her, aber er ist ein totaler Klassiker an Abenden, die ich allein zu Hause verbringe, nur für mich in der Küche stehe und mein Tischdecker nichts zu melden hat. Woran man das erkennt? An drei Sachen!

1. er enthält weit und breit kein Fleisch. Nothing, nada, niente!
2. an den Walnüssen. Die implizieren bei ihm leider Instant-Migräne. 😦
3. am Blauschimmelkäse. Der führt sofort zu schlimmen Hass-Tiraden.

Und da Nummer 2 und 3 bei mir nur große rote Herzen in den Augen auslösen, gibt’s in solchen Momenten immer eine dieser leckeren Zutaten – in welcher Form auch immer. Und dieses Mal gingen die Walnüsse in karamellisierter Form eine Liason mit Äpfeln und leckerem Saint Agur ein. Herrrrrrrrlich!

Ihr braucht für 1 Person:

2 Hände voll Feldsalat
1 kleiner Apfel
1 Hand voll Walnüsse
1 EL Zucker
200 g Cherrytomaten
1 Ecke Saint Agur (nach Geschmack)
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico bianco
1 TL Honig
Salz & Pfeffer

Und so geht’s:

Den Feldsalat waschen, trocken schleudern und putzen. Aus Olivenöl, weißem Balsamico und Honig ein Dressing rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Tomaten waschen, halbieren und mit dem Feldsalat und dem Dressing vermengen.

Den Apfel waschen, nicht schälen, das Kernhäuse entfernen und in schmale Spalten schneiden. In einer kleinen beschichteten Pfanne den Zucker vorsichtig karamellisieren lassen. Die Walnüsse und die Apfelspalten hinzugeben, gut rühren, so dass alles von einer leichten Karamellschicht überzogen ist. Die Pfanne von der Herdplatte nehmen und Nüsse und Äpfel etwas auskühlen lassen.

Den Saint Agur in kleine Würfel schneiden, unter den Salat mengen und auf einem Teller anrichten. Die Walnüsse und Apfelspalten drübergeben.

Lecker ist der Salat auch mit Birnen. Aber da ich noch keine reifen gefunden habe, war der Apfel als Ersatz auch sehr lecker.

Liebste Grüße sendet Euch

Kathi