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Heute war ich eigentlich schon der festen Überzeugung, dass der erste Sonntag vergeht ohne eine süße Sonntags Sünde. Mein heutiger Tag entsprach einer wahren Back-Odyssey. Was es geben sollte war gestern früh schnell entschieden. Ich liebe Lemon-Meringue-Tartes und nachdem ich in einer der Mai-Ausgaben der Freundin zufällig ein Rezept entdeckt habe, wusste ich „DIE muss es sein“.

Das Rezept sah eigentlich Tartelettes vor, da ich aber nur 4 Förmchen habe, ist es doch lieber eine Tarte geworden. Aber ich sage Euch, sie stand heute des öfteren am Rand zu den Abgründen meines Mülleimers. Das Rezept war irgendwie komisch … Der Teig war ohne Zucker angegeben – den habe ich hinzugefügt. Dann sollte er 30 Minuten bei 250° backen. Ich habe noch NIE einen Kuchenteige bei 250° gebacken und werde es auch nie wieder tun. Die Ränder sind doch sehr knusprig geworden 😉 Die Masse war von einer festen Crème so weit entfernt wie Hamburg von Paris und als die Tarte noch ohne Baiser-Haube aus dem Ofen kam, sah es aus, als hätte ich Rührei in die Form gegossen. Um so erstaunlicher also, dass ich Euch nun doch etwas präsentieren und dann auch noch sagen kann, dass dieses Sorgenkind soooo unglaublich lecker ist. Puh! Also kann ich sogar das suspekte Rezept verraten, aber so einen Unsinn wie 250° lasse ich gleich weg.

Das braucht Ihr:

Für den Teig:
200 g eiskalte Butter
50 g feiner Zucker
1 Ei
1 Prise Salz
250 g Mehl (+ etwas zum Ausrollen)

Für die Füllung:
4 Bio-Zitronen
2 Eier
2 Eigelb
150 g Crème double
150 g Zucker

Für’s Baiser:
2 Eiweiß
80 g feiner Zucker

Und so geht’s:

Die Teigzutaten zu einem glatten Teig verkneten, den Teig auf einer bemehlten Fläche ausrollen, in die gefettete Form legen, einen Rand formen und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 200° vorheizen. Teig mit Backpapier belegen und trockene Hülsenfrüchte zum Beschweren einfüllen. Ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Von 1 Zitrone die Schale abreiben, die anderen Zitronen auspressen und alles mit dem Zucker und der Crème double zu einer Crème aufschlagen. Bei wem sie dick wird: Bravo! Bei wem nicht: Nicht verzagen, im Ofen bekommt’s später die richtige Konsistenz!

Backpapier und Hülsenfrüchte vom Teig nehmen, die Crème einfüllen und für 30 Minuten bei 180° backen. ACHTUNG: Nicht erschrecken, wenn die oberste Schicht nun etwas nach Rührei aussieht, das gibt sich mit dem nächsten Durchgang. 😉

2 Eiweiß steif schlagen und den Zucker einrieseln lassen. Das Eischnee auf der Zitronencrème verteilen und für weitere 10 Minuten bei 200° backen.

Die Tarte schmeckt lauwarm oder schön kalt.

Heute fiel mir wieder einmal auf, dass ich meine Silikon-Tarte-Form dringend gegen eine aus Metall mit Hebeboden tauschen muss. So geht das gar nicht! Ich habe noch keinen Plan wie ich die Tarte sicher aus der Form bekomme und morgen heil in’s Büro transportiert bekomme. Das ist auch der Grund warum es heute keine Fotos von der ganzen Pracht gibt. Das blaue Silikon-Ungeheuer ist gar nicht photogen. 😉

Einen schönen Sonntag noch!

Kathi

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