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Ich sollte Euch vorwarnen! Heute gibt es nicht das, was jetzt jeder vermutet. (K)Einen herrlich süß-sauren Kuchen, so wie ich ihn liebe. Ob mit Rhabarber, sauren Äpfeln oder Johannisbeeren – ich stehe total auf solche Schweinereien. Schön saures Obst und ein bisschen süß dazu. Genau das war es auch, was ich mir erhofft habe, als ich in der aktuellen Ausgabe der Lecker diese Stachelbeer-Tarte entdeckt habe. Leider war es mal wieder ein Fall von „Lies das Rezept aufmerksam!“. Und wenn Du dann 600 g Gelierzucker, 100 g Zucker und 3 Päckchen Vanillezucker liest, schalte einfach mal den Kopf ein und merke, dass das ein ganz schön süßer Spaß wird. Dummerweise habe ich meinen Kopf nicht eingeschaltet, sondern fröhlich vor mich hingebacken. Folge: Drei Scheiben Serrano-Schinken, um den Zuckerschock von meiner Zunge zu bekommen.

Wahre Süßschnäbel dürfen jetzt also mitschreiben und die Tarte gern nachbacken. Wer es eher etwas dezenter mag, dem rate ich sich ein anderes Rezept für Stachelbeeren zu suchen. Die Tarte ist zwar irgendwie schon lecker, aber so süß, dass es brennt.

Das braucht Ihr:

800 g Stachelbeeren (eigentlich rote, aber die gab’s hier nicht)
600 g Gelierzucker (1:1)
100 g kalte Butter + etwas zum Einfetten
200 g Mehr
100 g Zucker
3 Päckchen Bourbon Vanillezucker
Salz
50 g + 2 EL gemahlene Mandeln ohne Haut
1 Eigelb
1 Becher Schlagsahne
Backpapier
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Und so geht’s:

Stachelbeeren waschen, putzen, 600 g abwiegen, mit dem Gelierzucker in einem Topf mischen und ca. 30 Minuten ziehen lassen.

Eine Tarteform mit Hebeboden (habe ich nicht, habe eine Springform genommen) mit Butter einfetten. Mehl, Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 50 g Mandeln, Eigelb, die Butter in Flöckchen und 2 EL kaltes Wasser zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig in die Backform geben, gleichmäßig verteilen, flach drücken und einen Rand hochziehen. Den Teig mit einer Gabel mehrfach einstechen und für 30 Minuten in den  Kühlschrank stellen.

Stachelbeeren bei starker Hitze unter Rühren aufkochen und unter ständigem Rühren 5 Minuten sprudelnd kochen. Vom Herd nehmen, die restlichen 200 g Beeren unterrühren und für 30 Minuten abkühlen lassen.

Den Ofen (Umluft) auf 175° vorheizen. Einen Bogen Backpapier rund ausschneiden, auf den Teig legen und mit Hülsenfrüchten befüllen. Im heißen Ofen auf unterster Schien 20 Minuten backen.

Hülsenfrüchte und Papier entfernen. 2 EL Mandeln auf den Boden streuen und die Stachelbeeren drauf verteilen. Bei 175° nochmal 20 Minuten backen. In der Form auskühlen lassen. Vorsicht: Wenn die Stachelbeeren-Schmonze über den Rand läuft, karamellisiert sie am Rand und die Form lässt sich sehr schwer lösen.

Sahne halbsteif schlagen und 1 Päckchen Vanillezucker unterrühren und zur Tarte reichen.

Gleich gibt’s erstmal ein schönes dry-aged Rib-Eye-Steak vom Grill. Genau das richtige nach so einer Instant-Karies-Bombe. 😉 Und dann werden den Italienern ordentlich die Daumen gedrückt.

Liebste Grüße und allen einen schönen Sonntag!

Kathi

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